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Gentechnik
Anwendungsbereiche mit Breitenwirkung


Seit alters her nutzen Menschen die Eigenschaften von Bakterien, Hefen und Pilzen zur Herstellung von Milchprodukten, Brot, Wein, Bier usw. mit klassischen Methoden der Biotechnologie. Die Gentechnik, die seit Ende des 20. Jahrhunderts in vielen Forschungs- und Wirtschaftsbereichen zum Einsatz kommt, wird als junge Teildisziplin der Biotechnologie gesehen. Gentechnische Verfahren werden zur Erforschung der Erbsubstanz von Mikroorganismen, Pflanzen, Tieren und Menschen und zu ihrer gezielten Veränderung eingesetzt. Die Einordnung unter Methoden der Biotechnologie mag sie dabei durch die Vorsilbe BIO natürlicher erscheinen lassen, als sie tatsächlich ist.

Forschung und Produktentwicklung mit gentechnischen Methoden finden in fast allen Bereichen der belebten Welt statt. Die Übergänge zwischen den einzelnen Disziplinen sind fließend. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Bereiche häufig mit Farben bezeichnet:

"Rote Gentechnik" bezeichnet die Anwendung gentechnischer Verfahren in der Medizin. Dazu gehören auch gentechnische Forschungen an Tieren. Die Erforschung von Gen-Therapien hat bisher noch nicht zu erfolgreichen Anwendungen geführt. Von größerer Bedeutung als allgemein bekannt, ist die gentechnische Erzeugung von Arzneimitteln und Impfstoffen. Dieser Bereich wird häufig als Positivbeispiel für die segensreiche Entwicklung in der medizinischen Gentechnik dargestellt. Inzwischen werden bereits 134 Medikamente vermarktet, die aus gentechnischer Erzeugung durch tierische und menschliche Zellen und Mikroorganismen stammen. Das erste gentechnisch erzeugte Medikament war das Insulin, das mit Hilfe von menschlichen Genen in Bakterien erzeugt wird. Eine kritische gesellschaftliche Debatte der Risiken und der ethischen Aspekte wäre notwendig, ist aber vermutlich auch aufgrund gelungener Werbestrategien weitgehend auf der Strecke geblieben.

"Weiße und Graue Gentechnik": beide Begriffe beziehen sich auf gentechnische Verfahren, die im Bereich der Umwelttechnik z. B. zur Sanierung von Umweltschäden eingesetzt werden. Im industriellen Produktionsprozess dienen sie z.B. zur Herstellung von durch gv (gentechnisch veränderte) Bakterien erzeugte Enzyme für Waschmittel oder der Herstellung von kompostierbaren Kunststoffen wie Bioplastik.

"Blaue Gentechnik" kommt in der Meeresbiologie zur Anwendung. So werden z.B. in das Erbgut von Karpfen, Lachsen und Forellen Gene von Schwein, Rind, Mensch oder Ratte eingebracht. Damit soll Wachstum, Futterverwertung, Kälteresistenz und/oder Krankheitsresistenz gesteigert werden. Bisher sind solche Tiere nicht zum Verzehr zugelassen.

"Braune Gentechnik" entwickelt Methoden zur Abwasserreinigung.

"Grüne Gentechnik" bezeichnet alle Gentechnikanwendungen im Landwirtschafts- und Lebensmittelbereich. Von ihren Kritikern wird sie Agrogentechnik genannt. "Gene-Pharming", "Biopharming" oder "Molekular Pharming" werden Techniken genannt, mit denen in Zukunft Pflanzen zu Pharmafabriken auf dem Acker werden sollen, indem sie durch komplexe gentechnische Veränderungen sogenannte rekombinante Antikörper, Blutproteine, Enzyme, Vitamine, oder Impfstoffe in ihren Zellen produzieren. Hier trifft sich sozusagen die Rote Gentechnik mit der Agrogentechnik auf dem Acker.



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