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Agro-Gentechnik und Gesundheit


Die Risiken von gentechnisch veränderten Pflanzen für die Gesundheit von Mensch und Tier sind auch 15 Jahre nach Beginn des kommerziellen Anbaus ungenügend untersucht. Besonders Langzeituntersuchungen und Versuche, die zum Beispiel die Auswirkungen auf Folgegenerationen zum Thema haben, sind nach wie vor so gut wie nicht zu finden. Auch bei der Zulassung von Gentechnik-Pflanzen werden solche Studien nicht gefordert. Dabei zeigen sich bei Versuchstieren immer wieder unerwartete Auswirkungen wie Organveränderungen oder Änderungen im Blutbild.

Für solche Ergebnisse gibt es verschiedene Erklärungen.
  • der gentechnische Eingriff als solcher kann die Erbinformation und damit den Stoffwechsel der Pflanze durcheinander bringen (Link zu Grundlagen) 
  • insbesondere bei den so genannten Bt-Pflanzen, die ein Insektizid produzieren, sind auch direkte Folgen des Insektengiftes nicht ausgeschlossen 
  • bedeutsam können auch die Folgen des Anbaus herbizidtoleranter Gentechnik-Pflanzen sein: das großflächige Versprühen von Pestiziden per Flugzeug wird in Ländern wie Argentinien zunehmend zu einer Gefahr für die öffentliche Gesundheit.
Wie wird geprüft?
Bevor gentechnisch veränderte Pflanzen auf den Markt gelangen, müssen sie eine behördliche Prüfung durchlaufen, die sicherstellen soll, dass keine negativen gesundheitlichen Effekte zu erwarten sind. In Europa werden solche Prüfungen von der Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA durchgeführt. Diese führt jedoch keine eigenen Versuche durch, sondern bewertet überwiegend die Glaubwürdigkeit der Studien des antragstellenden Unternehmens. Zudem werden keine Langzeitstudien eingefordert, sondern lediglich Untersuchungen über einen Zeitraum von 90 Tagen. Von solchen Kurzzeitstudien sind kaum aussagekräftige Ergebnisse zu erwarten. Zum Vergleich: Pestizide werden vor einer Zulassung teils über Jahre hinweg getestet.

Unerwartete Veränderungen
Gentechnische Eingriffe in das Erbgut von Pflanzen können dazu führen, dass auf den ersten Blick völlig harmlose Stoffe zu Gesundheitsrisiken werden. Als australische Wissenschaftler etwa ein gänzlich ungefährliches Bohnengen in gentechnisch veränderte Erbsen einbauten, zeigten sich völlig unerwartet allergische Reaktionen bei Versuchstieren, die mit den Gen-Erbsen gefüttert wurden. Durch minimale Veränderungen des Bohnen-Gens war der Stoff offenbar zu einem starken Allergen geworden.

Auch Gesundheitsrisiken, die von Änderungen im Stoffwechsel von Gentechnik-Pflanzen verursacht werden, sind nicht ausgeschlossen. Dieser Verdacht besteht z.B. bei der am weitesten verbreiteten Gentechnik-Pflanze der Welt, der herbzidresistenten Sojapflanze des US-Konzernes Monsanto. Eine der wenigen unabhängig durchgeführten Langzeitstudien brachte zutage, dass ein Verzehr der Gen-Pflanzen Auswirkungen auf den Stoffwechsel von Mäusen hatte und deren Leber rascher altern ließ. Wissenschaftler hatten schon Jahre zuvor nachweisen können, dass bei Monsantos Gen-Soja starke Veränderungen im Erbgut auftreten.

Ebenfalls so gut wie nicht untersucht sind die gesundheitlichen Risiken von Gentechnik-Pflanzen für anfällige Altersgruppen wie Kindern und Senioren. Ein Studie des italienischen Forschungsinstitutes für Ernährung und Lebensmittel kam jedoch zu dem Ergebnis, dass Monsantos MON810-Mais Veränderungen im Immunsystem von jungen und älteren Mäusen bewirkt. In Darm, Milz und Blut der Versuchstiere wurden Veränderungen gemessen, die auf Entzündungen oder allergische Reaktionen hindeuten. Am stärksten war der Effekt laut Studie bei Jungtieren.

Und auch bei einer anderen gentechnisch veränderten Maispflanze, Monsantos MON863, der ein für Wurzelschädlinge tödliches Insektizid produziert, wurden auffällige Veränderungen bei Versuchstieren gefunden. In einem für das Zulassungsverfahren durchgeführten Fütterungsversuch an Ratten zeigten sich sowohl Anzeichen für eine Schädigung von Leber und Niere als auch, im Vergleich zu mit konventionellem Mais gefütterten Ratten, deutliche Unterschiede in der Gewichtszunahme.
Warum es zu solchen Wirkungen auf Versuchstiere kommt, ist in den wenigsten Fällen geklärt. Das Wissen über die gesundheitlichen Risiken von Gentechnik-Pflanzen ist daher nach wie vor stark beschränkt.

Krank durch Pestizide
Rund 80 Prozent der weltweit angebauten Gentechnik-Pflanzen (rund 100 Millionen Hektar) sind resistent gegen das Totalherbizid Roundup bzw. dessen Wirkstoff Glyphosat. Insbesondere in Ländern, in denen - wie zum Beispiel in Argentinien oder Brasilien - das Pestizid per Fluzeug versprüht wird, bestehen Gesundheitsrisiken für Bauern und Landbevölkerung. Denn Roundup ist keineswegs so harmlos wie es die Industrie jahrzehntelang vorgaukelte. Davon zeugen nicht allein mit Roundup unternommene Suizidversuche, deren Folgen von Atembeschwerden, Lungenödemen, Bewusstseinsstörungen bis hin zu Nierenversagen reichen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien weisen zudem auf einen Zusammenhang des Pflanzengifts mit Störungen des Hormonhaushalts, auf DNA-Schäden oder die Förderung bestimmter Krebserkrankungen hin.



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