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Right2Know-Marsch endet nach 16 Tagen in Washington D.C.

Mit einer Mehrfachstrategie zur Kennzeichnung von Gen-Food

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Mit einer Mehrfachstrategie zur Kennzeichnung von Gen-Food


Interview mit Katherine DiMatteo, IFOAM-Präsidentin


Der Weltdachverband der Bio-Bewegung IFOAM unterstützt Genfrei Gehen / Right2Know-March in den Vereinigten Staaten. Die Organisation setzt sich schon lange für die Kennzeichnung genetisch veränderter Zutaten in Lebensmitteln ein, um den Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, sich beim Einkauf frei entscheiden zu können. IFOAM-Präsidentin Katherine DiMatteo selbst nimmt am Right2Know-March / Genfrei Gehen von New York nach Washington D.C. teil. Wir sprachen mit ihr am 12. Marschtag in Baltimore. Ihr Credo: „Viele Wege führen zum Ziel.“

Frau DiMatteo, die IFOAM unterstützt den Marsch, Sie selbst begleiten ihn zum Teil. Was ist Ihrer Ansicht nach – neben dem Marsch – die beste Strategie, das Ziel einer Kennzeichnung von Lebensmitteln mit gentechnisch veränderten Zutaten zu erreichen?

Tatsächlich brauchen wir mehrere Ansätze, um die aktuelle Haltung der US-Regierung zur Frage der Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel zu verändern. Die Regierung steht seit rund zehn Jahren auf dem Standpunkt, dass keine Kennzeichnung notwendig ist, weil es keine kennzeichnungspflichtigen Unterschiede zwischen gentechnisch veränderten und herkömmlichen Pflanzen gibt. Wir setzen nun auf eine Mehrfachstrategie: Der Marsch ist ein sichtbares Event, eine kleine Gruppe von Menschen versucht Aufmerksamkeit für das Thema Kennzeichnung zu erzeugen. Gleichzeitig haben wir die Online-Unterschriften-Kampagne Just Label it (www.justlabelit.org) ins Leben gerufen, um auf nationaler Ebene hoffentlich über eine Million Stimmen für eine Kennzeichnung zu sammeln. Über 200 Unternehmen sind in die Kampagne involviert und helfen unter anderem über ihre Verteiler und Social Media die Informationen zu verbreiten. Das ist sehr effektiv. In der ersten Woche haben wir bereits über 160.000 Unterschriften gesammelt. Wenn wir eine Million Unterschriften oder mehr zusammen bekommen, kann die Regierung nicht mehr sagen, dass die Bevölkerung sich nicht um das Thema kümmert. Diese Antwort haben wir oft vom weißen Haus erhalten. Also brauchen wir wirklich viele Unterschriften, um der Regierung das Gegenteil zu beweisen. Der Marsch wird am 16.Oktober zu Ende sein, die Online Kampagne geht weiter. Außerdem wird es in Kalifornien ein Jahr lang eine Kampagne geben, die auf eine Kennzeichnungsregelung im Bundesstaat abzielt. Kalifornien ist der größte Lebensmittelerzeuger Amerikas und spielt oft eine Vorreiterrolle. Wir haben also mehrere Eisen im Feuer: Wir haben eine Petition an das FDA (US-Lebensmittelbehörde) geschickt, wir haben die Initiative in Kalifornien, die Online-Unterschriftensammlung und den Right2Know-March und wir hoffen, dass all diese Initiativen zusammen uns die Tür für erfolgreiche Gespräche mit der Regierung in Washington öffnen. Wir hoffen aber auch darauf, dass wir damit Druck auf die Hersteller ausüben können, damit sie beim Einkauf auf GVO-freie Zutaten achten.

Glauben Sie die Situation wird sich kurzfristig verändern?

Ich hoffe natürlich, dass sich die Dinge ändern und dass wir Erfolg mit unserer Forderung nach Kennzeichnung genetisch veränderter Lebensmittel haben werden. In den USA werden ständig neue genetisch veränderte Produkte zur Anmeldung gebracht. Aber dies kann sogar eine weitere Strategie sein, neue Zulassungen zu verhindern. Beispielsweise steht GV-Lachs kurz vor der Zulassung, doch sogar Kongressmitglieder sprechen sich nun gegen eine Zulassung aus. Auch die Frage der Ausgleichszahlungen für Verunreinigung von herkömmlichen oder Bio-Feldkulturen durch Einkreuzungen stehen zur Debatte. Ich denke, dass wir in einigen Punkten kurzfristig auf einem bestimmten Level erfolgreich sein können. Tatsache ist, wenn wir gar nichts versuchen, werden wir auch keinen Erfolg haben.

Was erwarten Sie für die Endveranstaltung des Right2Know-Marsches am nächsten Sonntag, dem Welternährungstag, in Washington?

Auf jeden Fall gehe ich davon aus, dass dieses Event eine größere Menge von Menschen zusammenbringen wird. Wir wissen schon, dass eine Reihe von Leuten aus der Gruppe der Sponsoren kurz vor Washington zum Marsch stoßen wird. Wir werden also mit einer größeren Gruppe in der Stadt ankommen. Zudem wird es unsere Aufgabe sein, jetzt auch noch spontan Menschen auf dem Weg von Baltimore nach Washington zu motivieren. Wir haben großartige Sprecher, das sollte weitere Menschen anziehen ebenso wie das bunte Programm mit Musik, Theater und Informationsständen. Wir werden einige Hundert vielleicht sogar 1000 Menschen im Lafayette Park vor dem Weißen Haus versammeln können. Wir hoffen natürlich auf Medienresonanz, vor allem auch in den Social Media, so dass möglichst viele Menschen auf das Anliegen aufmerksam werden, die sich dann informieren und auf www.justlabelit.org ihre Stimme abgeben.

Das Interview führte Karin Heinze
Baltimore, 13. Oktober 2011






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