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Sonntag, 28. Juni 2009 - 10. Laufetappe  
Von Rippach nach Naumburg (Saale)





Sonntagspaziergang

Alles findet seinen Ausgleich, das weniger Angenehme und das Angenehme. Heute Morgen gab es die Belohnung zum Sonntag. Die Sonne lachte! So war schon der Weg von unserem Übernachtungsplatz auf dem Reiterhof nach Rippach ein Vergnügen. Ohne Verstärkung durch zusätzliche Sonntagsspaziergänger marschierten wir nach einem kurzen „Wort zum Sonntag“ aus Paulo Cuelhos „Krieger des Lichts“ hinein in den Sonntag und ins Saaletal. Wie herrlich nach all dem Asphalt der Leipziger Stadtdurchquerung. Feldwege mit herrlicher Aussicht, lauschige Fußwege entlang der Saale. Spannende Gespräche mit Mitwanderern machten die Strecke noch kürzer. Geschwind und beschwingt gelangten wir nach Weissenfels. Erwartungsvoll die Gruppe – doch ausgestorben die Stadt. Herrliche, alte Bauten aus früheren Jahrhunderten, ein geschichtsträchtiger Ort.

Doch kein Anlass ein Transparent zu hissen, einen Flyer zu verteilen. Just nobody around. Dann im einzigen offenen Lokal, bei einem witzigen Türken: einen Ayran, einen Cay. Die Füße im Brunnen kühlen und weiter ging es entlang der Saale. Viele waren nachdenklich.
Mittagsstation hielten wir in Leißling, direkt im Biergarten neben der Intercity-Strecke. Ich lag daneben auf der Wiese, um mir die Beine auszustrecken. Der Radweg ging direkt daran vorbei. Kommen zwei Einheimische über den Bahnübergang geradelt, wo sie auch an unserem Bulli mit den Infos und einigen Wanderern vorbei mussten. Sagt der eine zum anderen: „Arschlöcher gibt´s doch überall.“ Danke für´s Kompliment.

Durch das herrliche Saaletal ging es zügig Richtung Naumburg. Schon von weitem waren die Kirchtürme der Stadt zu sehen. Viele Sonntagsradler waren auf dem Radweg unterwegs, vor denen wir uns des Öfteren durch einen Sprung ins Gebüsch retten mussten. Auf dem Rad kommt dann doch immer gleich der Geschwindigkeitsrausch durch. Vorbei am Maulbeerbaum mit reifen Früchten, für Viele eine Novität. Unvermittelt stehen wir dann in Naumburg, wo uns der Bus mit den Transparenten erwartet und eine gigantische Menschenmenge. Heute ist Kirschfest. Schon seit Tagen naschen wir herrliche Kirschen am Wegesrand, einen Dank den Baumpflanzern an dieser Stelle. So ein Anlass kommt uns doch wie gerufen, eine phantastische Gelegenheit, Menschen anzusprechen, Flyer zu verteilen und Unterschriften zu sammeln. Eine schöne Stadt, wenngleich häufig nur die erste Häuserreihe renoviert ist. Mein Aufenthalt ist leider zu kurz, um einen nachhaltigen Eindruck zu gewinnen - jedoch das Gefühl, dass es sich lohnt, wieder zu kommen.

Jetzt stehen wir auf dem Campingplatz mit dem schönen Namen Blütengrund außerhalb der Stadt am Saalestrand. Sonntagabend: Wellness unter der Dusche.
Unser italienischer Teamkoch kocht Pasta, der Abend wird kurz sein. Wie lang darf ein Sonntagsspazierging sein, um noch als solcher zu gelten?
Danke für den schönen Sonntag, life is a surprise! Wenn Dir der nächste Sonntag zu Hause zu langweilig erscheint, so mach dich doch auf den Weg zu Genfrei Gehen.

Naumburg, Camping Blütengrund, 28.6. 09
Joseph Wilhelm




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