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Samstag, 11. Juli 2009 - 21. Laufetappe
Von Amöneburg nach Marburg





Unterkühlung

Obwohl ich auf diesem Marsch grundsätzlich nicht übers Wetter nachdenke, da wir sowieso laufen, kommt mir an so einem Tag dieser Sommer doch etwas merkwürdig vor. Wir steuern doch auf Hochsommer zu und uns friert es jeden Abend. Bei Tag und während des Laufens fällt es nicht so auf, aber abends brauchen wir alle dicke Pullis. Vor allem wenn wir dann noch neben dieser herrlichen Brücker-Mühle im schattigen Ohmtal stehen. Nach dem "short-walk", dem Samstagsspaziergang von Amöneburg nach Marburg sind wir nochmals an unseren Übernachtungsplatz zurückgekehrt, da Marburg überfüllt ist wegen "3 Tage Marburg", dem großen Stadtfest. Hinter mir rumpelt die Turbine der Mühle, hört sich fast an wie ein Wasserrad.

Das Wetter hat wohl auch einige der angemeldeten Teilnehmer von dieser Etappe abgehalten, dabei spielt das beim Laufen überhaupt keine Rolle. Mit über 50 Wanderern verabschieden wir uns von unseren Gastgebern in der Brücker Mühle. Mit Unterstützung des Mühlenvereins und einiger anderer lokaler Sponsoren wurden wir hier wieder üppigst und umsonst bewirtet, ein Geschenk des Himmels, danke, danke!

Zielstrebig laufen wir diesmal über die andere Seite Amöneburgs Richtung Marburg. Dieser Berg mitten in der Ebene verleiht herrliche Weitblicke über den bunten Fleckenteppich erstaunlich kleiner Felder. Die Kirschen am Wegesrand nähern sich allmählich ihrem klimakterischen Höhepunkt. Die Vormittagspause hat unserer Markierer Jörg freundlicherweise in eine Brotzeitstube in dem auffallend gut erhaltenen und stilvoll renovierten Fachwerkdorf Großseelheim verlegt. Das kommt der Capuccino-Fraktion entgegen. Als ich nach draußen will, übersehe ich eine zu sauber geputzte Glastüre und bekomme ein großes Horn auf der Stirn geschenkt. Was will mir das sagen? Auf jeden Fall bin ich jetzt wach, wenngleich mit Schädelweh.

Kurz vor dem Kaiser-Wilhelm-Turm kommen wir an einem Teil der Uni vorbei, Biomedizinische Forschungsabteilung usw., so hässlich und duster betongrau. Umso hübscher und märchenhafter dieser Turm, von dessen Vorplatz aus wir einen Superblick auf Marburg haben. An diesem ist ein überdimensionales Herz montiert, Verliebte können eine Nummer anrufen, dann leuchtet das Herz für eine Spende an einen guten Zweck. Ebenfalls eine Spende ist die tolle Brotzeit vom örtlichen Denn´s Biomarkt, die Kirschtomaten ein Gedicht. Wieder mal der Beweis, dass Bio besser schmeckt.
Um den Bürgermeister-Reigen nicht abreißen zu lassen, begrüßt uns Marburgs Bürgermeister Dr. Franz Kahle von den Grünen/Bündnis 90. Die Namen der anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sind mir außer dem frisch gebackenen Europaparlamentarier Martin Häusling leider nicht mehr parat.
Schwungvoll geht es in die Stadt hinunter, in Vorfreude auf die „Dafürstration“ mit Transparenten und Flyern durch das Stadtfest und hinauf zum gegenüberliegenden Schloss. Dort quetscht mich ein koreanisches Fernsehteam eine Dreiviertelstunde zum Marsch und zur Agrogentechnik aus. Sie wollen zum Schluss einen Rat, was sie zuhause tun können, um diese Entwicklung aufzuhalten.
Das Unterschriftensammeln an unserem Stand neben dem Greenpeacestand auf dem Stadtfest war recht erfolgreich.

Wir freuen uns auf das Bio-Abendessen in der Brücker Mühle und ich mich auf ein paar mehr Kilometer am morgigen Sonntag und dazu etwas mehr Sonne.

Amöneburg, 11.7.09
Joseph Wilhelm




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