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Montag, 13. Juli 2009 - 23. Laufetappe
Von Hommertshausen nach Hainchen





Regenbogen

Lauf ich doch gestern Abend noch Richtung Hommertshausen, in der Hoffnung auf Handy-Verbindung, dann fängt es an zu schütten. Welch ein Glück, dass ich gerade an einem Jäger-Hochsitz vorbei komme – und dieser ist komfortabel überdacht. So steig ich da rauf und will abwarten, bis der Regen vorbei ist. Welch ein Naturschauspiel sich da ereignet: Wolkendramen, Regengüsse, helle Himmelslöcher, Sonnenstrahlen tiefstehend. Gibt es einen Regenbogen? Das frage ich mich gerad, da baut sich ein doppelter Glückbogen von enormer Intensität über dem Tal auf. Wow! Nebenan die Mischwälder wirken auf mich wie „tropical rainforest“, in der Dämmerung vermischen sich die Konturen der Bäume. Ein Geschenk des Tages. Als der Regen nachlässt, geh ich zurück zum „Girls Scout Camp“.
Sternklar die Nacht, ein letzter Regenguss am Morgen, bevor wir uns auf den Weg machen. Echter hessischer Hinterland-Outback, nur zu empfehlen, da ist Costa Rica nix dagegen, dazu noch unökologisch weit und neben zu noch teuer.

Dass dann einige neue Wanderer dazukommen, ist eher erstaunlich. Besonders freue ich mich über meine Schwester Maria mit Mann Hans und Sohn Yannis. Die zum Frühstücken vorausmarschierten Dauerläufer sammeln wir im nächsten Ort ein. Komplett laufen wir hinein in den schnell dämpfig werdenden Vormittag. Im Wald feucht-kühl, gut zum tief Durchatmen.

Mittags in Rittershausen haben wir bereits rund 2/3 Drittel des heutigen Weges hinter uns. Die Menschen in der Gegend sind ausgesprochen freundlich und kontaktfreudig, vormittags laden uns zwei Herren in ihre eilig in der Garage eingerichtete Trinkstation ein. Sie hatten von unserem Vorausmarkierer Jörg von unserem Kommen gehört. Danke!

Die Täler werden allmählich enger und aktive und auch stillgelegte Metallwarenbetriebe sind späte Zeugen der Bergbauvergangenheit. Ebenso der „Bergmann-Pfad“, der uns hoch in den Wald führt. Tief im Wald treffen wir auf die Dill-Quelle, deren Wasser vorzüglich schmeckt und uns Energie für den restlichen Weg gibt. Mit weitem Blick hinein ins Siegerland überschreiten wir die Grenze von Hessen nach NRW. Früh kommen wir an der Wasserburg in Hainchen an, in der ein Begegnungszentrum für behinderte Menschen untergebracht ist. Herzlich werden wir dort willkommen geheißen. Bald stehen die Zelte der Wanderer um den Burggraben und alle genießen (endlich) die wärmenden Sonnenstrahlen. Heute soll es noch einige Vorträge geben, bin gespannt drauf.

An dieser Stelle schon mal einen großen und besonders herzlichen Dank für die Möglichkeit hier unterzukommen an die Lebenshilfe Bildung NRW und den Burgenverein NRW. Wir wissen es zu schätzen!

13.07.09, Netphen-Hainchen
Joseph Wilhelm




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