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Samstag, 18. Juli 2009 - 28. Laufetappe
Von Hoholz nach Bonn





Bundesstadt

Der 28. Lauftag war ein sehr bedeutsamer für unseren Marsch. Nach einer kalten windigen Nacht auf dem Gelände des Reiterhofes bei Bonn-Hoholz war ich hocherfreut, dass sich so viele Menschen nicht von der ungemütlichen Wettervorhersage beeinflussen ließen und sich am Startplatz einfanden. Wegen der geplanten Aktivitäten in Bonn war für diesen Tag nur eine kurze Etappe von rund 12 km bis ins Stadtzentrum geplant. Trotz kalendermäßigem Hochsommer blies uns ein straffer und kalter Herbstwind entgegen, als wir uns auf den Weg machten. Erstaunlich wie nahe wir uns Bonn in ländlicher Umgebung nähern konnten.

Eine Waldlichtung hoch über dem Rheintal bot uns einen ersten Ausblick über die wirklich grüne Stadt Bonn. Der Postturm als neues Wahrzeichen würde uns nicht fehlen, wäre er nicht da. Auch die Rheinbrücke ist schon in Sicht.

Wir steigen hinab durch den Vorort und kommen ans östliche Rheinufer. Ein zutiefst bewegender Augenblick für mich und alle Lang-LäuferInnen. Wir fallen uns in die Arme, Glückstränen in den Augen. WOW! Wir haben es von der Spree an den Rhein geschafft, von der neuen Bundeshauptstadt in die alte „Bundesstadt“. Und das zu Fuß und ohne eine einzige Blase, zumindest ich. Ist das nicht eine gigantische Freiheit? Zu wissen, dass mensch so eine Strecke einfach zu Fuß zurücklegen kann? Dankbar werfe ich mich auf den Boden, lasse den Augenblick auf mich wirken. Den großen Strom vor uns, südlich das Siebengebirge. Rund 680 km haben wir bis an den Rhein zurückgelegt.
Dann überschreiten wir den Rhein über die Konrad-Adenauer-Brücke, ein erhebendes Gefühl. Ein Moment, wie es im Leben nicht allzu viele gibt, zumindest im Leben eines Wanderers.
Dann eine Schleife durch Deutschlands angeblich größten Flohmarkt, freundliches Erstaunen in den Gesichtern der Marktbesucher. Flohmärkte ziehen eindeutig mehr Menschen an als die Agro-Gentechnik. Sind ja auch wichtiger und unproblematischer.

Anschließend geht es die Rheinauen entlang bis zum Postturm. Eigentlich war hier gleich beim IFOAM-Büro Ankunft und Event geplant, dies war dann aber doch nicht möglich.
So machen wir beim Kiosk noch eine kleine Verschnaufpause, tanken Flyer auf und übernehmen die Transparente für unsere „Dafürstration“ für eine gentechnikfreie und lebenswerte Zukunft hinein in die Bonner Innenstadt. Bis zur Kennedy-Brücke lassen wir „Väterchen“ Rhein noch auf uns wirken, schon beindruckend all die Frachtkähne und Schlepper auf dieser echten Lebensader. Dann empfängt uns die Trommler-Gruppe „Demo-Drums“, um uns beim Einmarsch Gehör zu verschaffen. Die Trommelrhythmen beflügeln uns. Wirklich eine starke Truppe, die unentgeltlich für inhaltlich korrekte und spannende Anlässe trommelt. Danke schön!

So gerät der Einmarsch zu einem Spektakel, Jörg führt uns durch verschiedene Fußgänger-Straßen bis auf den Münsterplatz. Die Aufnahme der Bonner ist offen und freundlich. Es fehlen nur die PolitikerInnen, urlaubsmäßig entschuldigt. Pech gehabt, fragt sich nur wer. Wir haben ja Wahljahr, nutzen Sie ihre Wahlfreiheit! Ich werde dann noch ins Vollwertrestaurant Cassia-Garten eingeladen, wo sich bereits viele Wanderfreunde/Innen eingefunden haben. Stärkung tut not, denn gleich geht´s auf dem Demeterhof Ostler in Bonn-Meßdorf weiter.

Dort wartet ein reichhaltiges Programm auf uns, von ganz Klein bis ganz Alt haben Viele ihren Weg dorthin auf diesen Erlebnisbauernhof gefunden. Für geistige und feststoffliche Nahrung ist reichlich gesorgt, danke den Vortragenden Petra Boie von der Bingenheimer Saatgut AG und der Ärztin Angela von Beesten. Ihre vertiefenden Vorträge zu Saatgut und zur Agrogentechnik sind in der kuscheligen Scheune auf Strohballen und Bänken gut besucht. Dank auch den Sponsoren von Lammsbräu bis zu Denn`s. Es geht allen gut, darum erlaube ich mir auch, die manchem schon bekannte „Danke-Übung“ zu machen.

Danach können die Wanderer und Daheimgebliebenen ihre Beine auflockern bei inhaltlich gentechnikkritischen Reggea-Ryhtmen. Dabei wird´s wieder mal später als mir guttut, aber der Abend war das Opfer eines zähen Starts in den sonntäglichen Pausentag wert. Gleich werde ich nun noch zu einer Studiosendung zum Dom-Radio nach Köln fahren und danach hoffe ich auf Ent-Spannung, um mich auf die Schlussetappe Richtung Brüssel einzustellen. Wenn nicht, geht die Welt auch nicht unter, im Hier und Jetzt werden wir die letzten 10 Lauftage bewältigen.
Einen schönen Sonntag noch

Bonn, 19.7. 09
Joseph Wilhelm




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