Home | Sitemap | Impressum
Suche:
Zurück zur Startseite!

Tagebuch, 16. Oktober 2011

Tagebuch, 15. Oktober 2011

Tagebuch, 14. Oktober 2011

Tagebuch, 13. Oktober 2011

Tagebuch, 12. Oktober 2011

Tagebuch, 11. Oktober 2011

Tagebuch, 10. Oktober 2011

Tagebuch, 09. Oktober 2011

Tagebuch, 08. Oktober 2011

Tagebuch, 06. Oktober 2011

Tagebuch, 05. Oktober 2011

Tagebuch, 04. Oktober 2011

Tagebuch, 03. Oktober 2011

Tagebuch, 02. Oktober 2011

Tagebuch, 01. Oktober 2011

Tagebuch, 30. September 2011

Tagebuch, 28. September 2011

Einladung zum Right2Know March

Warum der Marsch / Hintergrund

Genfrei Gehen goes America



Mittwoch 28. September 2011
Kimratshofen, Allgäu 






Guten Morgen,

es ist 6.15 Uhr und draußen dämmert es langsam. Es wird wieder ein traumhaft schöner Tag werden. Wenn das stimmt mit dem "Altweibersommer", dann hatten die "alten Weiber" auf jeden Fall ein gutes Leben.
Heute ist mein letzter Tag vor der Abreise nach New York / USA zum "Right2KnowMarch". Meine Stunden sind gezählt: Ich muss noch packen, es will noch vieles erledigt sein und der Abschied von Firma und Hof, Mitarbeitenden und Freunden will auch noch sein.

Die letzten Tage habe ich mich deshalb immer wieder recht unter Druck gefühlt, denn neben der üblichen Arbeit wollte ich mich und meine neuen Schuhe so gut als möglich einlaufen.
Was habe ich mir da wieder "eingebrockt"? Von New York nach Washington laufen, das geht ja noch, sind gerade mal an die 550 km. Aber Manhattener Häuserschluchten sind keine deutschen Spazierwege. Es wird wohl viel Asphalt geben. Und dann kommen immer wieder die Zweifel hoch an den Vorbereitungen unserer amerikanischen Freunde. Sind die vielen Veranstaltungen gut organisiert, am Tag manchmal drei? Und wie schaut es mit den Übernachtungsmöglichkeiten aus? Viele Fragen, wenig Antworten. Da hilft dann vor allem Vertrauen: Vertrauen ins Leben und in das, was passiert. Meine Grundeinstellung, dass "das Leben immer recht hat", ist da hilfreich. Es kann mir schließlich nichts "Falsches" oder "Verkehrtes" passieren, denn sonst wäre es ja nicht mein Leben.

So blicke ich doch zuversichtlich über den "großen Teich" nach drüben in ein Land, aus dem viel Gutes, aber auch viel Fragwürdiges zu uns herübergekommen ist. "Die Amerikaner" gibt es ja nicht. Die Menschen dieser großen Nation sind von überall her gekommen und kommen noch immer. Viele davon auch aus Deutschland, über die Jahrhunderte.

Mit den Technologien ist es nicht anders: Viele hatten ihren Ursprung hierzulande, haben dann aber von den USA aus ihren Siegeszug um die Welt angetreten. So war es mit der Nukleartechnologie, so ähnlich ist es auch mit der Gentechnik. Bei den Überlegungen für einen dritten Genfrei-Gehen-Marsch kam die Idee auf, doch direkt in die "Höhle des Löwen", zu Monsanto, zu laufen. Mein amerikanischer Freund Mark hat mich dann überzeugt, dass ein Marsch in den Outback nach St. Luis zum Firmensitz von Monsanto schwer durchführbar und wenig attraktiv wäre.

Daraus wurde dann New York mit der Übergabe einer Petition an die UN als Auftakt und Washington als Hauptstadt mit einem großen Schlussevent gegenüber dem Weißen Haus am "World-Food-Day".
Natürlich lässt sich in einem Land, in dem große Teile des Soja- und Maisanbaus bereits mit gentechnisch veränderten Sorten betrieben werden, die Agrogentechnik nicht von heute auf morgen verbieten. Deshalb geht es beim "Right2KnowMarch" um die Forderung nach der Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Inhaltsstoffe in Lebensmitteln, damit die Menschen wissen, was sie essen und dadurch eine Möglichkeit haben, sich dagegen zu entscheiden.

Die Begeisterung unserer amerikanischen Freunde war auf jeden Fall groß, als wir über die Idee gesprochen haben und die Vorbereitungen wurden mit großem Enthusiasmus betrieben. Wir haben unseren Betrag dazu geleistet, nun sind wir vom Rapunzel Team gespannt, was daraus geworden ist. Mit unserem Kameramann Daniel sind wir insgesamt zu sechst.
Wir haben vorgesehen, dass es täglich einen Videoclip auf YouTube zu sehen gibt und einen Tagebuchbeitrag von mir, sofern es der Marsch zulassen wird. Die Tagesetappen sind teils sehr lang und die Entfernungen schlecht verteilt.
Auf jeden Fall zeigt sich bereits jetzt reges Interesse der amerikanischen Medien. Das ist wichtig, denn wir wollen mit dem Marsch ja wachrütteln, Bewusstsein schaffen zum Thema Agro-Gentechnik und auf die Risiken und Nebenwirkungen auf Mensch und Mitwelt hinweisen.

Und am Schluss Mr. Obama zurufen:
"Stopp GMO – Yes we can!"

Es würde mich freuen, wenn sie uns mit Ihrer Anteilnahme und Energie begleiten.

Mit gentechnikfreien Grüßen

Joseph Wilhelm




© Copyright 2017 RAPUNZEL NATURKOST. Wir machen Bio aus Liebe www.rapunzel.de Kontakt | Impressum | Datenschutz | Startseite | Seite drucken | made by ...