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Einladung zum Right2Know March

Warum der Marsch / Hintergrund

Genfrei Gehen goes America



Freitag 30. September 2011
JFK Flughafen 





Welcome to the "big apple". Am Donnerstagnachmittag Ortszeit sind wir zu dritt am JFK Flughafen gelandet und dort mit einem weiteren Teammitglied von Rapunzel zusammengetroffen.

Amerika, für viele immer noch ein Traumland. Ich flieg eher nur noch hin, wenn es einen zwingenden Grund gibt, die Gefühle sind eher gemischt. "Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten", diesen Spruch kenne ich aus meiner Kindheit. Heute ist das Land in meiner Wahrnehmung sehr deutlich an die Grenzen seiner realen Möglichkeiten angekommen.

Vieles in NYC und seinen Vorstädten erinnert eher an Länder der sogenannten "Dritten Welt". Ich spreche lieber von "Eine-Welt-Ländern", denn wir haben nur eine Welt, auf der wir uns Platz und Vorräte gerecht teilen sollten. Abfallberge, Schlaglöcher in den Straßen und düstere U-Bahn-Schächte. Aber immer noch ist NYC ein starker Anziehungspunkt für Menschen aller Nationen – ein echter "melting pot".
Im Flugzeug wurde ich durch einen geschickt verfassten, aber doch sofort durchschaubaren Lobbytitel im letzten Focus bereits sehr deutlich daran erinnert, warum wir uns auf den Weg zum "Right2KnowMarch" machen. Doppelseitig wird durch die Vorstellung eines amerikanischen Paares - er Bio Bauer, sie Biotech-Forscherin - die Symbiose zwischen Biolandwirtschaft und der Agrogentechnik als die Zukunftslösung der Landwirtschaft zur Sicherung der Welternährung postuliert. Welcher Humbug, wenn nicht sogar Frechheit! Mit vielen Millionen Dollars und Euros werden seit Jahren die Lügengeschichten der Gentech-Lobby in fast allen Medien platziert. Dass sich für seriös haltende Magazine und Blätter dafür hergeben, ist schon ein bedenkliches Signal für unsere scheinbar so demokratische Medienwelt.

Gottseidank hatten wir nicht lange Zeit, um bei diesem Ärgernis zu verweilen. Es blieb uns gerade mal ein Tag, um in der bröckelnden Hauptstadt des Kapitalismus anzukommen. Schiffsreisende und Generationen von Einwanderern in den letzten Jahrhunderten ging es zumindest in dieser Hinsicht besser. Im Flugzeug kommt die Seele nicht mit, heißt es ja. Na ja, wir leben in einer schnelllebigen Zeit und versuchen es mit der "be-here-now-Strategie". An diesem einen Tag müssen wir uns akklimatisieren, kennenlernen und organisieren.

Vor allem mit unseren amerikanischen Freunden, welche die Hauptlast der Vorbereitungen vor Ort getragen haben, müssen wir zusammenfinden. Am Projekt waren schließlich viele Organisationen, Firmen und Einzelpersonen beteiligt. Die IFOAM (International Federation of organic agriculture movements), die NON-GMO-Gruppe und vor allem unsere Freunde von Dr. Bronners Magic Soap, die personell und finanziell die größte lokale Unterstützung eingebracht haben. Und das Organisationsteam vom Mintwood-Media-Collective.

Die wichtigste und erst äußerst spontan gesicherte Aktion vor dem Abmarsch war die Übergabe einer unter der Schirmherrschaft der IFOAM als akkreditiertem UN-NGO –Mitglied verfassten Petition zur Agro-Gentechnik an die United Nations.
Die Petition war an den Generalsekretär der UN, Mr. Ban Ki Moon, adressiert. Aber bei den vielfältigen Themen, welche die Weltorganisation zu lösen hat, war uns klar, dass die Chance auf eine persönliche Übergabe gering war. Wir konnten die zweiseitige Petition in der Funktion als IFOAM-Vollmitglied an Frau Chavez übergeben, der verantwortlichen Leiterin der Abteilung für Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs). Sie ist eine extrem engagierte Person, die sich glaubhaft um die Weiterleitung und Bearbeitung unseres Anliegens in den verschiedenen Abteilungen einsetzen wird.
Das war schon ein echtes Highlight, nicht nur für mich persönlich. Ich denke, auch für die gesamte Biobewegung, dieses nicht nur für die Branche so wichtige Thema auf diese Ebene zu bringen. Im selben Gebäude residiert ja auch die FAO, die Landwirtschafts- und Ernährungs-Organisation der UN.
Bleibt am Ende des Tages die spannende Frage, wer und wie viele Menschen die Botschaft vom "Right2KnowMarch" vernommen haben, wie viele werden sich aufraffen und in Bewegung setzen?

UN nimmt IFOAM-Erklrung entgegen

Die Zweifel am Gelingen sind im Fluge "verflogen", der Marsch wird "seinen Lauf" nehmen und mein Vertrauen ist wieder da, dass er gut und wirkungsvoll verlaufen wird. Und vor allem, dass er Sinn macht. Um so erdrückender die Macht der "Multinationals" wie Monsanto und BASF und anderen ist, um so wichtiger ist der Auftrag unserer Mission.

Es hat vielleicht mit meinem Glauben an Homöopathie zu tun, dass mich Übermacht nicht erschüttern kann. Als alles angefangen hat mit unserer Firma Rapunzel und der Biobewegung, hat auch niemand gewusst, was daraus werden würde. Ich habe kein Problem damit, den "Großen Plan" des Lebens nicht zu kennen und trotzdem oder erst recht mit Begeisterung und Hingabe meinen Beitrag dazu zu leisten und zu tun, was ansteht.

Begleiten Sie uns auf dem Weg, entweder über mein Tagebuch oder seien Sie fast live dabei über den täglichen Videoclip von Daniel Munding, einem inspirierten Allgäuer Filmschaffenden, der uns auf dem ganzen Marsch begleitet (auf YouTube).
Und nun freuen wir uns auf einen guten Start, damit sich die Anspannung der Teilnehmenden auflösen kann und wir durch die Häuserschluchten von NYC Richtung New Jersey in Bewegung kommen. Um etwas zu bewegen, muss mensch sich selbst bewegen…..

Joseph Wilhelm




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