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Einladung zum Right2Know March

Warum der Marsch / Hintergrund

Genfrei Gehen goes America



Dienstag 11. Oktober 2011
10. Marschtag - Vom Susquehanna River ins Hunt-Valley






Wow, was für ein Gewaltmarsch. Nach einem superheißen Bad mit Tigerbalsam schwebe ich fast zu meinem angenehm weichen Double-King-Size-Bett (alle Betten in USA sind King-Size, manchmal stehen sogar zwei davon im Zimmer) und klemme mir zwei dicke Kissen hinter den Rücken und versuche noch ein paar Zeilen zu schreiben.
Nach rund 30 Meilen wäre es gelogen zu behaupten, ich spüre nichts. Sich selbst zu spüren, hat ja etwas. Sich diesem Zustand hingeben zu können, noch mehr. Leider reicht die Zeit dafür nicht. Wir sind zwar heute durch die Countryside gelaufen, aber 2/3 des Weges waren dann doch wieder Asphalt. Und das spürt mein Knochengestell und meine Muskulatur sehr deutlich. Durch meine Schuh-Sandalen-Wechseltechnik zur Mittagszeit kann ich aufgequollene Füße und Blasen vermeiden. Auf die leidenden Stellen Reparil, auf die restlichen Muskeln Allgäuer Latschenkiefer-Franzbranntwein - und morgen früh bin ich wieder in „Pole-Position“, so hoffe ich.

Heute war der Abmarsch für den 30-Miles-Day extra früh auf 7.00 Uhr gelegt worden, kurz nach Tagesanbruch ging es dann auch schon los von dem wunderschön hoch über dem Susquehanna River gelegenen Campground. Heute war der erste Tag, an dem es durch herrlich hügeliges Farmland ging. Mais, Soya und Weiden wechselten sich ab. Die erste Ortschaft, durch die wir kamen hieß Darlington - passend zu der Gegend, in die mensch sich wirklich verlieben könnte. Beim morgendlichen Durchmarschieren konnten wir an schlaftrunkene Menschen schon die FAQ-Flyer verteilen. Wer diese Abkürzung noch nicht kennt: Frequently askend questions. Zur Gentechnik natürlich, in diesem Fall. Amerika kann so schön sein. Üppiges Farmland in durchaus überschaubaren Feldstückgrößen, eher kleiner als bei uns. Dazwischen noch richtige Bauernhöfe mit alten rotgestrichenen Scheunen auf Grundmauern aus Naturstein. Kleine Bäche und Flüsse und keine Autos, ein Geschenk an die Right2KnowMarcher nach so viel Highways und Lärm die letzten 9 Tage.

Dann wurde es noch schöner, als wir durch ein herrliches Flusstal marschierten. In dem eiskalten, wild mäandernden und felsigen Wildfluss konnten wir uns bei der Mittagsrast die heißgelaufenen Füße kühlen.

Aber dreißig Meilen wollen gelaufen sein an einem Tag mit täglich kürzerem Tageslicht. So blieb uns nicht allzu viel Regenerationszeit vor dem Weitermarsch durch waldige Täler, in welche der Indian Summer schon seinen Einzug gehalten hat.
Die kompakte Gruppe der 15 thirty-Meiler war wirklich gut drauf und die Stimmung gut. (Der Rest machte heute etwas weniger km).

Trotzdem mussten wir unsere Energien mobilisieren und nach vorne richten, um das Ziel am Campground „Running Falls“ im Hunt Valley vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen. Dort warteten schon einige Lagerfeuer und das Foam-Bademobil von Dr. Bronner auf die Marschierer.

Und jetzt hab ich noch Hunger und außerdem reicht das für diesen langen Marschtag.

Joseph Wilhelm
Right2KnowMarch.com






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