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Einladung zum Right2Know March

Warum der Marsch / Hintergrund

Genfrei Gehen goes America



Sonntag 16. Oktober 2011

15. Marschtag - Gentechnikgegner vor dem "Weißen Haus"






Right2KnowMarch erreicht das Ziel in Washington D.C. 

Nach 15 Marschtagen und einem Ruhetag erreichen wir unser Ziel: Das "Weiße Haus" in der amerikanischen Hauptstadt Washington. Zum Endspurt auf das "Weiße Haus" hat sich eine Rekordzahl von Marschierern am Startplatz Takomo Park in einem Vorort von Washington versammelt. Geschätzte 150 Aktivisten machen sich an diesem herrlichen Herbst-Sonntagmorgen auf den Weg für die letzen 6 Meilen, zum ersten Mal auf der ganzen Route begleitet von 3 stolzen Harley Davidson-Polizisten auf ihren blinkenden Maschinen mit dem unverwechselbaren Sound.

Mit dabei eine lautstark ton-angebende Percussiontruppe: bunt gekleidet und mit einem phantasievollen Handwagen, auf dem die schweren Trommeln angebracht sind. Besonders erfreulich, dass sich unter den Marschierern auch die CEOs (Geschäftsführer ) der wichtigsten Mitspieler der Biobranche der USA befinden, so Michael Funk von UNFI (United Natural Foods Inc., dem größten Distributor mit über 3 Milliarden $ Umsatz, George Simon von der Organic Valley Cooperative mit 750 Mio. Umsatz und viele andere wie zum Beispiel von Silk, Schwarz Farms.

Der heutige Tag ist gleichzeitig der "World Food Day" in den USA. Ungeplant: heute vormittags wurde das 150 Mio.$ teure Dr. Martin Luther King Memorial mit einer Rede des Präsidenten Obama eingeweiht - in Anwesenheit von einigen Hunderttausend Menschen, davon 90 % Schwarze. Das daneben noch spontan "Occupy Washington" und der "Right2Knowmarch" stattfanden, spielte da fast keine Rolle mehr.

Dann kam der erhebende Moment, als hinter dem Lafayette Park das "White House" zum Vorschein kam. Unscheinbarer in der Größe und weißer strahlend als erwartet. Dass wir dort in Steinwurfweite vom großen Machtzentrum die Bühne für die Schlussveranstaltung aufstellen durften, zeichnet die USA wieder aus. Nach einem Eintanzen zu den Klängen einer Band mit Monsanto-Songs traten viele RednerInnen auf, von Vandana Shiva, die es sich nicht nehmen ließ, aus Indien anzureisen und den Schmeisers aus Kanada über die Spitzenleute der Biobranche und verschiedene NGOs (NON GMO, Label GMO) bis zu den Mom´s of Amerika und Food Democracy.
Hier wurde deutlich spürbar, dass dieser Marsch bei aller Unscheinbarkeit eine ganz wichtige Kick-Off-Rolle einnehmen wird. Vor allem dadurch, dass sich die wichtigsten Akteure dabei so öffentlich mit ihrer Position zur Gentechnik im Allgemeinen und zum obligatorischen "Labelling" verpflichtet haben. Dies wird eine nachhaltige Bewegung auslösen, bei der schon in Kürze die sogenannte "Ballot Initiative" in Kalifornien ansteht. Dabei geht es um eine Volksabstimmung zu diesem Thema.

Beim internen Abschlussessen mit rund 50 Gästen in "Noras Organic Restaurant" trat dann auch noch ein "Congressman" mit seiner engagierten Frau auf. Er ermutigte die Teilnehmer, am morgigen Montag in den Büros ihrer regionalen Kongress-Abgeordneten vorstellig zu werden, um auch dort nochmals an vielen Stellen auf das "Right2Know" der amerikanischen BürgerInnen hinzuweisen. Mit diesem "Right2Know wird überhaupt erst eine Informationsgrundlage für die Kaufentscheidung von Lebensmitteln geschaffen, um sich für oder gegen gentechnisch veränderte Zutaten im täglichen Essen entscheiden zu können.

Erschöpft und mit einer angeknacksten Stimme nach rund 450 km auf amerikanischen Highways und durch Innenstädte sowie durch Neighbourhoods, in denen die sozialen Probleme offen zutage treten, bin ich glücklich und dankbar, dass zumindest drei Teilnehmer jede Meile dieses Marsches zu Fuß zurückgelegt haben: der Guide David, unsere Gila Kriegisch und ich. Und das alles blasenfrei!

Dass Amerika neben dem Problem der Gentechnik im Essen viele, viele andere Themen zu lösen hat - von der Energieverschwendung über Abfallberge, verdreckte Flüsse und verarmte Menschen in heruntergekommenen Vierteln - bleibt mir nachhaltig als Eindruck.

Um diese Probleme zu lösen, müssten ein oder besser gesagt viele Obamas ihre Wahlversprechen einhalten, was ihm sicherlich von den mächtigen Lobbyisten und Gegnern nicht leicht gemacht wird.
Meine Schlussbotschaft an ihn (sofern sie ihm jemals zugetragen werden sollte) lautet:
No to GMO – yes we can!

Zum Schluss möchte ich mich noch bedanken für Ihre/Deine virtuelle Begleitung unseres Marsches und daran erinnern: "mensch muss sich selbst bewegen, um etwas zu bewegen”

Joseph Wilhelm
16.10.2011
Right2KnowMarch
Washington






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